Aktionsbündnis gegen AIDS
Das Göttinger Aktionsbündnis gegen AIDS hat 2007 verschiedene Veranstaltungen und Aktionen organisiert, um auf die Situation von 40 Millionen Menschen mit HIV weltweit aufmerksam zu machen und Druck auf Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft auszuüben, mehr im Kampf gegen HIV und Aids zu tun.
Nacht der Solidarität
Die diesjährige Nacht der Solidarität am 2. Juni stand unter dem Motto "Gesundheit kommt nicht von allein". Das Aktionsbündnis gegen Aids ruft jährlich zu diesem Aktionstag auf, um HIV und Aids in der Öffentlichkeit zu thematisieren. Besonders Entwicklungsländer und zunehmend auch osteuropäische Länder sind stark betroffen. Ein wichtiger Punkt ist unter anderen der Zugang zu Medikamenten, der nach Beschlüssen der Vereinten Nationen bis 2010 für alle Betroffenen sichergestellt sein soll. Doch davon ist die Weltgemeinschaft weit entfernt.
Um den öffentlichen Druck zu erhöhen, wurden Unterschriften gesammelt, die an Bundeskanzlerin Merkel, den russischen Präsidenten Putin und den Präsidenten Südafrikas Mbeki gehen. Die Regierungschefs werden dazu aufgefordert, mehr Finanzmittel für Prävention und Behandlung bereitzustellen.
Am Aktionstag in Göttingen wurde die Nacht zum Tag. An mehreren Stationen wurden tagsüber Informationen verteilt, Gespräche geführt und Unterschriften gesammelt. AktivistInnen zogen mit Transparenten und Trommelbegleitung durch die Innenstadt und machten auf die Thematik aufmerksam. Bei Einbruch der Nacht fanden eine Kerzen- und eine Ballonaktion statt, die von dem Gospelchor "CrossSing" begleitet wurden.
Allein an diesem Tag konnten fast 500 Unterschriften gesammelt werden. Darüber hinaus wurden Spenden in Höhe von 400 Euro eingenommen, die an ein Projekt für Aidswaisen des Zimbabwe-Netzwerkes gegeben wurden.
Filmreihe und Lesung
Um den Aktionstag wurde eine Filmreihe gezeigt und eine Lesung veranstaltet. Gezeigt wurden die Filme "Eine Frage der Menschlichkeit", "Am Rande", "Queen - We will rock you" und "Mein Bruder Leo" im Kino Cinema. Zusätzlich zu den Filmvorführungen waren Referenten zum Thema eingeladen. Bei einer Lesung aus Henning Mankell "Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt" lasen drei Mitglieder des Jungen Theaters vor. Eine Geschichte über das Leben in Uganda, das Mädchen Aida, dessen Mutter an Aids erkrankt ist, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft und die Verantwortung, die mehr Engagement im Kampf gegen Aids fordert.
Vortrag über Aids in Zimbabwe
In einem Dia-Vortrag stellte Anna Beisse-Munemo, Vertreterin des Zimbabwe Netzwerkes, zwei Hilfsprojekte des Netzwerkes vor. Sie informierte über die Situation von HIV/Aids Betroffenen in der Region und berichtete über die Arbeit der Organisation dort. Bei der Veranstaltung wurden auch die Spenden vom Aktionstag überreicht, sowie Geld vom Miniclub des Jungen Theaters. Die Kinder spendeten die Einnahmen ihrer Sondervorstellung von "Emil und die Detektive".
Theater
Ende November wurde vor dem Weltaidstag (1. Dezember) eine erfolgreiche Schulveranstaltung angeschlossen, die die Veranstaltungsreihe beendete. Das Theaterstück für Jugendliche "Aids - Willkommen im Club?" wurde vom Hildesheimer Theaterensemble Kalleratschmatsch aufgeführt. Dazu wurden 9. und 10. Klassen von Real-, Haupt- und Berufsbildenden Schulen eingeladen. Über 300 Jungendliche sahen sich das Stück an, das über den Umgang mit HIV und ungeschützten Sex jugendgerecht aufklärte.
Gefördert wurde das Projekt von InWEnt gGmbH aus Mitteln des BMZ, von der Ev.- Luth. Landeskirche Hannovers und der Aktion Mensch.
