Ölbiographien
Eine Ausstellung für Rohstoffgerechtigkeit
Mittwoch, den 1.2. um 18.15 Uhr Abschluss des Begleitprogramms: "Trocknet der Tschadsee aus? Ökologische Bedrohung im afrikanischen Sahel" Prof. Dr. Ulrich Braukämper, Institut für Ethnologie der Universität Göttingen
in der Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4, Göttingen
Die Ausstellung dokumentiert wie sich das Leben der Menschen im Tschad durch die Erdölförderung verändert hat.
Die Erdölregion Doba im Tschad befindet sich in einer armen, landwirtschaftlich geprägten Region des Landes.
Die Ölförderung wurde zunächst als ein Entwicklungsfortschritt für den Tschad gefeiert.
Jedoch entwickelte sie sich alsbald zum Problem für die dort ansässige
Bevölkerung: Menschenrechtsverletzungen, Gesundheitsschädigungen, Umweltverschmutzung, zunehmende Verarmung und eine
Verschärfung sozialer Konflikte beherrschen ihren Alltag. Anhand von lebensgroßen Porträts wird auf anschauliche Art und Weise
auf die Lebenssituation der
Menschen vor Ort aufmerksam gemacht. Vom Wandel Betroffene kommen mit ihren Biographien zu Wort. Sie sind BäuerInnnen, LehrerInnen,
arbeiten in der Krankenstation oder beim lokalen Radiosender. Sie fordern Entwicklung, aber auch ein Leben in Würde. Begleitprogramm:
Mittwoch 18.1., 18.15 Uhr: Erdöl und die soziale Transformation ländlicher Gesellschaften - Forschungsergebnisse aus dem s¨dlichen Tschad. Remadji Hoinathy, Halle / Saale
Mittwoch 25.01., 18.15 Uhr: Fluch aus der Ferne. Erdöl, Widerstand und Entwicklung im Osten des Tschad. Dr. Andrea Behrends, Halle/Saale
Mittwoch 01.02., 18.15 Uhr: Trocknet der Tschadsee aus? Ökologische Bedrohung im afrikanischen Sahel. Prof. Dr. Ulrich Braukämper, Göttingen
Ort: Galerie Alte Feuerwache, Glasbau, Ritterplan 4
Öffnungszeiten: Dienstag-Freitag 10-12 Uhr und 15-18 Uhr, Samstag 15-18 Uhr
Veranstalter: Institut für Ethnologie und Institut für angewandte Kulturforschung e.V. (ifak), Wilhelmsplatz 3, Göttingen, Tel. 0551-487066, ifak@comlink.org.
Mit finanzieller Unterstützung der GIZ aus Mitteln des BMZ
