Die Welt bei uns zuhause - Fremdbilder im Alltag
Im Alltagsleben der deutschen Bevölkerung sind Aspekte anderer Kulturen, insbesondere in kulinarischer, musikalischer oder modischer Hinsicht, zur Selbstverständlichkeit geworden. Kaum jemand nimmt diese als "fremd" wahr. Dennoch bestimmen Vorurteile und Klischees das Bild von anderen Menschen und Kulturen.
Die Ausstellung "Die Welt bei uns zuhause - Fremdbilder im Alltag" geht diesem Phänomen nach und zeigt die Entwicklung des Fremdenbildes in unserer Gesellschaft am Beispiel des Alltagslebens auf. Grundlage sind hierbei die über einen Zeitraum von etwa 20 Jahren in drei ethnologischen Projekten gesammelten schriftlichen und visuellen Äußerungen von Schülern und Schülerinnen verschiedener Altersstufen und Schultypen. Als Ergebnis wurde deutlich, dass sich das Fremdenbild vor dem Hintergrund gesellschafts- und wirtschaftspolitischer Veränderungen und Strömungen der vergangenen 20 Jahre in unserer Gesellschaft zwar wandelt, aber dennoch Bilder und Vorstellungen stereotyp gleich bleibend bestehen.
Die Ausstellung ermöglicht einen Einblick in die Sichtweisen und Ansichten über fremde Menschen und ihre Kulturen. Darstellungen und Gegenstände, deren Ursprünge in anderen Kulturen zu finden sind und die Einzug in unsere Lebenswelten gehalten haben, vervollständigen die Schau. Auf diese Weise werden nicht nur Mechanismen und Faktoren in der Vermittlung des Fremdenbildes deutlich sondern auch ihre Auswirkungen.
Zu besichtigen war die Ausstellung von Oktober 2004 bis Juni 2005 in der Völkerkundlichen Sammlung in Göttingen, von Juli 2005 bis August 2005 im Städtischen Museum Han. Münden, von September 2006 bis Februar 2007 im Städtischen Museum Seesen und von September 2007 bis August 2007 im Museum am Münster in Northeim.
In Ergänzung zur Ausstellung gibt es die Publikation "Die Welt bei uns zuhause - Fremdbilder im Alltag" sowie Module für den Schulunterricht. Mappe und Buch können im Institut für angewandte Kulturforschung ausgeliehen werden. Die Ausstellung kann ebenfalls dort ausgeliehen werden, in Teilen nach thematischem Schwerpunkt oder im Ganzen.
Gefördert wurde das Projekt von der BINGO! Umweltlotterie der niedersächsischen Lottostiftung, dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED), Lernende Region - Bildung 21, der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen e.G. (BIGS), dem Universitätsbund Göttingen e.V. und der Göttinger Gesellschaft für Völkerkunde (GGV)

